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Was man in der Schwangerschaft nicht essen sollte

Was man in der Schwangerschaft nicht essen sollte

Während der neun Schwangerschaftsmonate sind viele Nahrungsmittel entweder verboten, zu vermeiden oder nur in Maßen zu verzehren. Es ist daher nicht immer einfach zu verstehen und zu wissen, was man während der Schwangerschaft essen oder nicht essen kann. Eine Kurzübersicht der Nahrungsmittel, bei denen Sie während der Schwangerschaft aufpassen sollten!

Milchprodukte:

Alle Molkereiprodukte (Milch, Käse oder Joghurt) aus Rohmilch sind zu meiden, weil sie Listerioseträger sind. Die diese Krankheit verursachenden Bakterien sind sehr resistent und verbreiten sich sehr schnell. Daher ist Weichkäse (Camembert, Brie) oder Käse mit gewaschener Kruste (Münster) absolut verboten.
Passen Sie jedoch auf, keinen Kalziummangel zu verursachen: Hartkäse, Ricotta oder Joghurt und pasteurisierte Milch können weiterhin verzehrt werden.

Meeresfrüchte:

Alle rohen Krustentiere und Weichtiere sollten für die gesamte Schwangerschaft absolut gemieden werden. Tatsächlich können sie Vergiftungen verursachen, aber auch Träger von Hepatitis A sein. Dennoch sind Garneelen, Miesmuscheln und Jakobsmuscheln erlaubt, vorausgesetzt sie sind gekocht und vor allem sehr frisch. Achtung: auch warm serviert, bleiben die Austern roh und sind daher verboten.
Die sogenannten Raubfische, wie Schwertfisch, Haifisch und Thunfisch (außer in Dosen) sollten nicht mehr als einmal wöchentlich verzehrt werden, weil sie viel Quecksilber enthalten.
Letztendlich ist zur Vorbeugung gegen Listeriose der Verzehr von rohem Fisch, gleich ob als Sushi, Carpaccio, Surimi oder auch Tarama, zu vermeiden.

Fleisch:

Zur Vorbeugung gegen Listeriose aber auch Toxoplasmose sollte der Verzehr von rohem Fleisch vermieden werden. Die Toxoplasmose kann in vielen Fleischsorten, vor allem in Lamm- und Hammelfleisch vorkommen. Wenn man bereits Toxoplasmose hatte, ist man immun. Das Risiko, sich mit Listeriose zu infizieren, ist jedoch nicht völlig ausgeschlossen, weshalb Carpaccio, Wurst und rohes oder blutiges Fleisch vermieden werden sollten.

Obst und Gemüse:

Obst und Gemüse:

Wie bei rohem Fleisch, können viele Früchte und Gemüse Toxoplasmose übertragen, wenn man nicht immun ist. Waschen Sie daher das Obst und Gemüse gründlich, besonders die Sorten, die aus der Erde geerntet wurden.
Zu den Obstsorten, die verzehrt werden können, gehören Pfirsiche, Nektarinen, Pflaumen, Waldfrüchte (Brombeere, Erdbeere, Himbeere, Heidelbeere…), Birnen, Äpfel, ….

An Gemüse können Artischocken, Spargel, Auberginen, Rote Beete, Karotten, Pilze, Gurken, die gesamte Familie der Bohnen (rot, grün, weiß), Kopfsalat, Feldsalat, Kartoffeln, Lauch, Radieschen und Tomaten verzehrt werden.
Grundsätzlich sollte jedes rohe Gemüse, auch das vakuumverpackte, vermieden werden.
Einige Gemüse, vor allem die Familie des Kohls (Kohl, Blumenkohl, Rosenkohl, Rotkraut….) aber auch Paprika und Chili, können Verdauungsprobleme verursachen und sollten deshalb nur in Maßen verzehrt werden.

Eier:

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Alle Süßspeisen oder Gerichte auf Roheibasis, vor allem wenn diese außer Haus zubereitet wurden, können ein Risiko für Listeriose aber auch für Salmonellen darstellen, was zu Frühgeburten führen kann. Leider muss man sich auch von Mousse au Chocolat, Englischer Creme oder Chantilly Creme verabschieden, da diese ein hohes Risiko für Listeriose darstellen. Bevorzugen Sie zur Verminderung dieses Risikos industrielle oder hausgemachte Süßspeisen, aber diejenigen, die mit sehr frischen Eiern zubereitet wurden und sofort verzehrt werden.

Gewürzpflanzen und Gewürze:

Einige Gewürze sind zu vermeiden, weil sie Kontraktionen, Frühgeburten oder manchmal Fehlgeburten verursachen können. Achten Sie besonders auf Ingwer, Limetten, Ginseng, Hibiskus, Lavendel, Muskatnuss, Petersilie, Lakritze, Rosmarin aber auch Rhabarber, der das höchste Risiko darstellt. Zimt hat eine blutgerinnungshemmende Wirkung, kann den Blutkreislauf zu sehr stimulieren und eine Frühgeburt verursachen.

Soja:

Der Verzehr von Lebensmitteln oder Zubereitungen auf Sojabasis muss begrenzt werden, weil sie Phytoöstrogene enthalten, die mit dem Hormonsystem des Kindes interferieren können.

Süßspeisen:

Le-Chocolat

Speiseeis und Eiscreme können ein Risiko für Listeriose darstellen, bevorzugen Sie deshalb industrielles Eis gegenüber dem handwerklich hergestellten.
Achten Sie allgemein auf Süßwaren, die Schwangerschaftsdiabetes verursachen können. Der Genuss von kleinen Süßspeisen, wie Keksen oder Bonbons, muss leider für die gesamte Dauer der Schwangerschaft begrenzt werden.

Getränke:

 Alkohol
  Es wird empfohlen, sich während der Schwangerschaft absolut zu enthalten, weil der Alkohol die Plazenta durchdringt und direkt ins Blut des Kindes gelangt.  Das kann zu einem fetalen Alkoholsyndrom führen, was äußerst gefährlich für die Gesundheit des Kindes ist.

 Koffein
Koffein ist in Kaffee enthalten, aber auch in Tee, Aufgüssen oder Getränken auf Colabasis.  Diese Substanz kann negative Effekte auf die Herzfrequenz, Stress und auch den Schlaf haben. Bei Genuss in großen Mengen kann das Koffein Fehlgeburten oder untergewichtige Frühgeburten verursachen. Achten Sie besonders auf Tee und Kräutertees, die die Eisenabsorbtion des Kindes verhindern können.

Energiedrinks müssen absolut vermieden werden, weil sie eine Frühgeburt verursachen können.
Wenn eine Ödembereitschaft oder Hypertension vorliegt, sollte man Wasser mit Kohlensäure nur in Maßen zu sich nehmen, weil dieses viele Salze enthält.  
Sirups und sehr süße Getränke im Allgemeinen können zu Schwangerschaftsdiabetes führen.

Fette Lebensmittel:

Einige Lebensmittel, wie die meisten Torten, Bonbons aber auch Frittiertes, Gerichte mit Soße und Fastfood enthalten keine Vitamine oder Nährstoffe und fördern lediglich die Gewichtszunahme während der Schwangerschaft. Versuchen Sie, diese Nahrungsmittel weitgehend zu vermeiden, auch wenn es schwerfällt!

Einige Kleinigkeiten, die sie sich angewöhnen sollten im Überblick:

* Waschen Sie das gesamte Obst und Gemüse,
* Verzehren Sie Fisch, Fleisch und Eier zügig und kochen Sie diese gut durch,
* Vermeiden Sie nicht pasteurisierte Milchprodukte,
* Achtung bei Alkohol und Koffein!